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Annerose Akaike, geboren als Annerose Billich, (* 1939 in Stargard in Pommern; † 2011 in Matsumoto) war die erste in Japan zugelassene Ärztin Europas.

Leben

Akaike wurde als Tochter eines Arztes auf dem großelterlichen Gut in Stargard in Pommern geboren. Beim Vormarsch der sowjetischen Armee 1945 siedelte ihre Familie nach Lübeck um.

Wie zwei weitere ihrer vier Geschwister folgte Annerose Akaike dem beruflichen Werdegang ihres Vaters. Sie studierte Medizin, unter anderem in Kiel, Berlin und Freiburg. In Kiel lernte sie ihren Kommilitonen und späteren Ehemann Akira Akaike (jap. 赤池 陽) kennen. 1969 kam Annerose Akaike mit ihrem Ehemann, der Radiologe an einer Tokioter Universitätsklinik wurde und zwei Kleinkindern nach Tokio, wo das dritte gemeinsame Kind geboren wurde.

Um ihre Tätigkeit als Ärztin in Japan weiter ausüben zu können, musste Akaike das japanische, medizinische Staatsexamen ablegen, was ihr gelang und sie zur ersten zugelassenen europäischen Ärztin in Japan überhaupt machte.

1979, im Alter von 40 Jahren, errichtete Annerose Akaike ihre eigene Klinik im OAG Haus in Tokio, wo sie für 16 Jahre praktizierte. Sie wurde außerdem Schulärztin der Deutschen Schule Tokyo Yokohama (DSTY).

Nach dem Tod ihres Mannes 1986 zog sie in den japanischen Küstenort Zushi unweit von Tokio.

Zehn Jahre später und über einige Umwege, verschlug es Akaike in die im Norden Thailands gelegene Stadt Chiang Mai, wo sie an einer staatlichen Klinik HIV/AIDS Kranke durch eine Kombination aus spiritueller Heilmethodik und Schulmedizin behandelte. Gemeinsam mit thailändischen Ärzten behandelte sie zeitgleich 300 ambulante und 30 stationäre Patienten. Während ihrer Arbeit in der Klinik erhielt sie den Ehrentitel Amu („Mutter“). Auch nach ihrer Rückkehr nach Japan einige Jahre später unterstützte Akaike die thailändische Organisation „Woman against AIDS“ (WAA).

Zurück in Japan lernte sie den japanischen Autor Shōzō Kajima kennen. Sie übersetzte eins seiner Bücher und lebte mit ihm, bis zu ihrem Tod, zusammen in Matsumoto, in der japanischen Präfektur Nagano. Auf Wunsch erhielt sie eine buddhistische Bestattung. Ihre Urne wurde in dem Zen-Tempel Jōjū-in beigesetzt.

Literatur

Von Annerose Akaike übersetzte Werke:

Quellen

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