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Die Erhängung der 20 Huntschakisten[1] (armenisch Քսան կախաղան K'san Kakhaghan), auch 20 Märtyrer oder Die 20,[2] war die Hinrichtung einer Gruppe von 20 zumeist jungen Huntschack-Aktivisten, die im Zuge des Völkermords an den Armeniern am 15. Juni 1915 im Stadtteil Sultanbayezid in der osmanischen Hauptstadt Konstantinopel erhängt wurden.

Geschichte

Während des 7. Generalkongresses der Sozialdemokratischen Huntschack-Partei, abgehalten 1913 in der Hafenstadt Constanța in Rumänien, wurden Liquidierungn von Jungtürken geplant; so vertagte sich die Konvention mit zwei Hauptgrundsätzen:

  • As stated in its original program, the party was to move from licit to illicit activities, thus becoming once again a covert organization.
  • To plan and assassinate the leaders of the Ittihad (Young Turk) party, the same leaders that carried out the Adana massacres of 1909, and thus the same leaders who at that moment were planning the annihilation of the Armenian people. [3]

Diese Planungen wurden durch einen armenischen Regierungsbeauftragten an die osmanische Führung übergeben; dadurch wurden die Delegierten, sobald sie in Konstantinopel ankamen, festgenommen. Gegen Ende des Jahres wurden insgesamt über Hundert und weitere Vierzig Führungspersönlichkeiten des Huntschak-Komitees inhaftiert.

Nachdem sie zwei Jahre gefangen waren und nach langen Gerichtsprozessen, wurden 20 prominente Personen – Paramaz, Dr. Benne, Aram Ach'ekbashian, Vanig und andere – zum Tod durch Erhängen verurteilt. Einige wenige Wochen nach dem Beginn der Massenverhaftung armenischer Intellektueller am 24. April 1915, wurden alle 20 Männer im zentralen Platz von Konstantinopel, bekannt als Beyazıt-Platz (Beyazıt meydanı), erhängt. Paramaz' letzte Worte vor seiner Erhängung waren: „Ihr könnt nur unsere Körper aufhängen, aber nicht unsere Ideologie. ...Ihr werdet morgen am östlichen Horizont ein Sozialistisches Armenien sehen.“[4]

Liste der erhängten Huntschakisten

  1. Paramaz - Բարամազ
  2. Dr. Benne (Bedros Torosian) - Տքթ. Պէննէ (Պետոս Թորոսեան), Kharpert)
  3. Aram Achekbashian - Արամ Աչըգպաշեան - (Krikor Garabedian, Arabkir)
  4. Kegham Vanigian - Գեղամ Վանիկեան, (Van), einer der Herausgeber der Jungendzeitschrift Gaidz
  5. Mourad Zakarian - Մուրատ Զաքարեան, (Moush)
  6. Yervant Topuzian - Երուանդ Թօփուզեան
  7. Hagop Basmajian - Յակոբ Պասմաճեան
  8. Smpat Kelejian - Սըմբատ Գըլըճեան
  9. Roupen Garabedian - Ռուբէն Կարապետեան
  10. Armenag Hampartsoumian - Արմենակ Համբարձումեան
  11. Apraham Mouradian - Աբրահամ Մուրատեան
  12. Hrand Yegavian - Հրանդ Եկաւեան
  13. Karnig Boyajian - Գառնիկ Պօյաճեան
  14. Hovhannes D. Ghazarian - Յովհաննէս Տ. Ղազարեան
  15. Mgrdich Yeretsian - Մկրտիչ Երէցեան
  16. Yeremia Manoukian - Երեմիա Մանուկեան
  17. Tovmas Tovmasian - Թովմաս Թովմասեան
  18. Karekin Boghosian - Գարեգին Պօղոսեան
  19. Minas Keshishian - Մինաս Քէշիշեան
  20. Boghos Boghosian - Պողոս Պողոսեան

Die Namen wurden vom Gelehrten Teotig erfasst.[5]

Zwei weitere prominente Huntschak-Aktivisten, Stepan Sapah-Gulian und Varaztahd, wurden in absentia zum Tode verurteilt.

Gedenken

Im Jahre 2001 wurde das Monument von Paramaz und seiner 19 Huntschack-Kameraden in der Stadt Meghri in Armenien eröffnet.

Am 13. Juni 2013 wurde im türkischen Istanbul eine Podiomsdiskussion von türkischen Intellektuellen über die Hinrichtung der 20 Huntschakisten unter der Anwesenheit von Menschenrechtsorganisationen abgehalten.[6]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.armenieninfo.net/toros-sarian/104-toros-sarian-armenischen-parteien-und-das-jungtuerkische-komitee-fuer-einheit-und-fortschritt.html
  2. "Tchahakir" Armenian weekly, # 1523, June 17, 2004, Cairo, S. 1
  3. The Twenty Hunchakian Gallows.
  4. "Tchahakir" Armenian weekly, # 1594, 21. Juni 2007, Kairo, S. 3
  5. Teotik (Teotoros Lapçinciyan): Գողգոթա հայ հոգեւորականութեան [The Golgotha of the Armenian Clergy], H. Mateossian, Constantinople 1921. S. 15
  6. 98 Years Later The Martyrdom of “The Twenty” S.D. Hunchak Activists Commemorated In Istanbul. In: Massispost, 2013-06-13. Abgerufen am 2013-06-16. 

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