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Erik Bertram (* 27. November 1987 in Kirn) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Physiker. Seit Oktober 2012 ist er Bundesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS)[1] und in dieser Funktion auch Mitglied im Bundesvorstand der CDU.[2][3]

Leben

Erik Bertram besuchte das Gymnasium in Kirn, an dem er im Jahre 2007 sein Abitur mit der Note 1,0 absolvierte. Parallel zur Oberstufe studierte Bertram mit 17 Jahren als Juniorstudent an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken die Fächer Physik und Mathematik. Nach seinem Abitur arbeitete er mit 19 Jahren als Aushilfslehrer am Gymnasium in Kirn und unterrichtete die Fächer Physik und Mathematik.[4] Anschließend setzte er sein Physikstudium als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes im Studiengang Bachelor of Science an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg fort, welches er 2010 beendete. Nach einem Forschungsaufenthalt am King's College der Universität Cambridge als Cambridge-Stipendiat der Uni Heidelberg beendete Bertram im September 2012 letztlich sein Studium mit dem Abschluss Master of Science. Das Thema seiner Abschlussarbeit auf dem Gebiet der theoretischen Astrophysik lautete „Statistical Analysis of Turbulence in the ISM“.

Politik

Erik Bertram trat im Jahre 2008 der CDU, der Jungen Union und dem RCDS bei. Von 2009 bis 2010 war er Vorsitzender des RCDS Heidelberg, von 2011 bis 2012 Landesvorsitzender des RCDS Baden-Württemberg und in dieser Funktion auch Mitglied im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg. Seit Oktober 2012 ist Bertram Bundesvorsitzender des RCDS und Mitglied im Bundesvorstand der CDU. Seit 2009 gehört er weiterhin dem Kreisvorstand der CDU Heidelberg an und wurde 2012 zum Stadtbezirksvorsitzenden der CDU Heidelberg-Altstadt/Schlierbach gewählt. Zuvor arbeitete Bertram von 2010 bis 2012 neben dem Studium als Fraktionsreferent für die CDU-Fraktion im Heidelberger Gemeinderat. 2012 wurde er in den Landesfachausschuss „Wissenschaft, Forschung und Kunst“ der CDU Baden-Württemberg sowie in den Bundesfachausschuss „Wissenschaft, Forschung und Innovation“ der CDU Deutschlands berufen. Bertram ist weiterhin Mitglied in der überparteilichen Europa-Union und in der Deutschen Atlantischen Gesellschaft.

In Baden-Württemberg sprach sich Bertram gegen die Wiedereinführung einer verfassten Studierendenschaft aus und kritisierte in diesem Zusammenhang die grüne Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.[5][6] Zwangsmitgliedschaften verbunden mit Zwangsbeiträgen führen nicht zu einer Stärkung der studentischen Stimme an den Hochschulen.[7]

In dem Wochenmagazin DIE ZEIT kritisierte Bertram die deutschlandweiten Studentenproteste aus dem Jahre 2009 und sprach sich für die Weiterführung der Bologna-Reformen aus, forderte aber Korrekturen an den Curricula.[8] Vor allem Wettbewerb führe seiner Meinung nach zu Qualitätssteigerung im Bildungs- und Hochschulwesen.[9]

Nach den zahlreichen für die CDU verlorenen Oberbürgermeisterwahlen und Mandaten bei Landtagswahlen in Hochschulstädten plädierte Bertram für eine stärkere Öffnung der Union für große Städte und forderte in diesem Zusammenhang eine personelle und inhaltliche Neuausrichtung der Partei in den Großstädten:[10][11] „Die Wahlergebnisse in großen Städten sind alarmierende Signale für die Union und zeigen, dass wir es noch nicht geschafft haben, die Probleme und Sorgen der Menschen in großen Städten anzusprechen. Die CDU muss unter anderem Antworten auf wichtige Fragen zur Kinderbetreuung oder dem Wohnungsmangel finden und stärker kommunizieren.“

Im Vorfeld der Diskussion um die Plagiatsvorwürfe von Bundesbildungsministerin Annette Schavan kritisierte Bertram das Verfahren zur Aberkennung ihres Doktortitels. Das Verfahren sei „ohne den Einsatz unabhängiger Gutachter, die eine vorsätzliche Täuschungsabsicht feststellen, unglaubwürdig“, so Bertram.[12][13][14][15][16]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gute Hochschulpolitik machen, Allgemeine Zeitung, Rhein-Main Presse, 21. November 2012
  2. Geschichte der CDU, 6. Mai 2013, Konrad-Adenauer-Stiftung
  3. Lebenslauf von Erik Bertram, CDU Deutschland, 6. Mai 2013
  4. Wieso sind Sie jetzt schon Lehrer?, Sterne und Weltraum, Spektrum der Wissenschaft, 16. Oktober 2009
  5. Studenten melden sich zu Wort, Stuttgarter Zeitung, 16. Februar 2012
  6. Studentenvertreter in Baden-Württemberg, taz, 19. Februar 2012
  7. Die Asten kehren zurück, Tagesspiegel, 27. Dezember 2012
  8. Warum streiken?, DIE ZEIT, 19. November 2009
  9. Hochschule im Wandel, The European, 1. Dezember 2012
  10. RCDS fordert Neuausrichtung, BILD, 22. Oktober 2012
  11. Studentenverband: Union muss moderner werden, WELT, 24. Februar 2013
  12. Studenten über die Ministerin: Schavan hat ihre Position verfehlt, SPIEGEL ONLINE, 6. Februar 2013
  13. Schwer vorstellbar, dass Schavan im Amt bleibt, Süddeutsche, 6. Februar 2013
  14. Schavan lässt Zukunft als Bildungsministerin offen, STERN, 6. Februar 2013
  15. Der Fall Schavan, Sendung Kontrovers im Deutschlandradio, 11. Februar 2013
  16. Annette Schavan unter Druck, Sendung Redezeit im NDR, 6. Februar 2013.

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