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Die Geiselnahme in Ingolstadt fand am 19. August 2013 im Alten Rathaus in Ingolstadt statt. Dort nahm ein 24-jähriger Mann anfänglich vier Geiseln. Die Geiselnahme wurde am Nachmittag des selben Tages durch einen Polizeieinsatz beendet.

Hintergrund

Der Geiselnehmer ist ein 24-jähriger Ingolstädter. Er hatte laut dem derzeitigen Bayrischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der Sekretärin des dritten Bürgermeisters nachgestellt und daraufhin Hausverbot in der Stadtverwaltung erhalten. Der Täter war wegen Körperverletzung und Bedrohungsdelikten polizeilich bekannt.[1] In der Woche vor der Geiselnahme sei der Konflikt eskaliert, nachdem der Mann gegen das Hausverbot verstoßen habe. Die Sekretärin und ihr Chef gehörten zu den Geiseln. Die erste Geisel ließ er bereits am Morgen wieder frei.

Ein Wahlkampfauftritt von Angela Merkel und Horst Seehofer am gleichen Tag in Ingolstadt wurde abgesagt. Erste Spekulationen, die Tat könne in einem Zusammenhang mit dem Auftritt stehen, zerschlugen sich.

Ablauf

Am Vormittag des 19. August ging ein 24 jähriger Mann mit einer Pistole in das Alte Rathaus Ingolstadt. Ein Großteil der Ingolstädter Verwaltung sitzt seit 1960 in einem anderen Gebäude, dem Neuen Rathaus, das ebenfalls am Rathausplatz liegt. Das Alte Rathaus ist aber weiterhin Sitz des Ingolstädter Oberbürgermeisters und der Touristeninformation. Dort nahm der Täter vor 9:00 Uhr den dritten Bürgermeister Ingolstadts, seine Sekretärin und einen Verwaltungsangestellten, der als „Beschwerdemananger“ arbeitete, als Geiseln. Kurz vor neun Uhr war der Notruf bei der Polizei Ingolstadt eingegangen. Kurze Zeit darauf wurde das komplette Rathaus evakuiert.

Gegen Mittag ließ der Geiselnehmer den Dritten Bürgermeister Ingolstadts frei.

Der Geiselnehmer ohne festen Wohnsitz war bereits wegen Belästigung und Gewaltausbrüchen bekannt, weshalb er sich in stationärer psychiatrischer Behandlung befand, aus der er ausbrach. Die 25-jährige Sekretärin, die sich unter den Geiseln befand, hatte er bereits nachgestellt und bekam deshalb Hausverbot im Rathaus. Er forderte, das dieses aufgehoben werden sollte. Außerdem forderte er einen Döner und Tabletten. Diese wurden ihm auch geliefert.[2] Weitere Forderungen hatte er nicht. Um 17:40 Uhr erfolgte dann der Zugriff eines Sondereinsatzkommando-Teams (SEK). Die beiden verbleibenden Geiseln wurden unverletzt befreit, der Geiselnehmer bei der Stürmung angeschossen und medizinisch behandelt.

Der Ingolstädter Oberbürgermeister Alfred Lehmann (CSU) sagte über das Motiv des Geiselnehmers, dass er wolle dass die Stadt einen Bescheid aufhebe. Es handelt sich dabei um das ausgesprochene Hausverbot.[3]

Polizeieinsatz

Die Polizei hatte das Gelände weiträumig abgeriegelt und richtete im vierten Stock des Neuen Rathauses den Einsatzstab ein. Etwa 200 Beamte waren im Einsatz sowie ein Sondereinsatzkommando aus München. Die Polizei verhandelte mit dem Geiselnehmer. Die Verhandlungsgruppe der Polizei stand regelmäßig in telefonischem Kontakt mit dem Geiselnehmer.

Quellen

  1. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-08/ingolstadt-geiselnahme-rathaus
  2. Explosionen in Ingolstadt - Geiselnahme beendet
  3. http://www.welt.de/regionales/muenchen/article119159793/Bewaffneter-Stalker-nimmt-Geiseln-in-Ingolstadt.html

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