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Wikifizieren!--Encyclopædia 07:32, 27. Aug. 2013 (UTC)

In der gerontologischen Architektur fliessen das Wissen über das Alter(n), über die körperlichen Veränderungen des alternden Menschen und seine sich verändernden Sozialstrukturen in die Planung von durch ältere Menschen (mit-)genutzten Gebäude und des öffentlichen Raums ein. Ziel ist eine bauliche Umwelt, welche die Sicherheit und Selbständigkeit älterer Menschen, ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wie auch ihre Menschenwürde optimal unterstützt und so dazu beiträgt, auch im höheren Alter und bei körperlichen Einschränkungen ein möglichst autonomes und erfülltes Leben zu führen. In Erweiterung des Begriffs einer hindernisfreien bzw. barrierefreien baulichen Umwelt berücksichtigt die gerontologische Architektur nicht nur physische Dimensionen wie minimale Durchgangsbreiten, Gleitsicherheitswerte oder maximale Leuchtdichteunterschiede sondern als zusätzliche Dimension auch gesellschaftliche, soziale und therapeutische Aspekte und die Themenbereich Selbstbestimmung und Menschenwürde.

Ein im Pflegebad eines Alterszentrums installiertes, offen einsehbares WC kann perfekt barrierefrei sein doch verletzt es die Menschenwürde der Bewohnerinnen. Ein peripher gelegenes Treppenhaus in einer Alterswohnsiedlung ohne natürliche Belichtung, das nur über schwer zu öffnende Türen mit mechanischen Türschliessern erreichbar ist, kann alle Normen erfüllen. Im Alltag wird es die älteren Menschen aber dazu bewegen, immer den Aufzug zu benutzen und dadurch mittelfristig einen Abbau von Fähigkeiten begünstigen. Die Planung von Alterssiedlungen durch Kommunen schafft zwar im besten Fall ideale Wohnbedingungen für ältere Menschen, impliziert jedoch, dass Alter ein Ausnahmezustand und kein Normalzustand des Lebens ist. Ein räumlich abgetrenntes WC im Pflegebad, ein einladendes, leicht auffindbares und nutzbares Treppenhaus und die Förderung und Forderung des hindernisfreien und anpassbaren Wohnungsbaus durch die Kommunen sind Beispiele für die Stossrichtung der gerontologischen Architektur.

Einzelnachweise

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Gerontologie
[2] http://www.gerontologische-architektur.ch/
[3] https://online.tugraz.at/tug_online/wbAbs.showThesis?pThesisNr=22988&pOrgNr=14124
[4] http://www.tactuel.ch/altersgerecht-planen-heisst-bauen-fur-alle-menschen/
[5] http://www.bauwelt.de/sixcms/media.php/829/10824226_8b2c6fe7d8.pdf
[6] http://www.bwr.be/upload/brusselomb_colloquium.pdf
[7] http://fulltext.bdsp.ehesp.fr/Ensp/memoires/2006/dess/mouret.pdf
[8]http://books.google.ch/books?id=KAi-3RcysJAC&pg=PA433&lpg=PA433&dq=%22gerontological+architecture%22&source=bl&ots=ZaODQeKF5Z&sig=8u8VnayXLid5Of11LirC9izCAS0&hl=de&sa=X&ei=gmS5UcyKCOj44QTdmYH4BA&ved=0CCwQ6AEwAA#v=onepage&q=%22gerontological%20architecture%22&f=false
[9] http://sagg.org.ar/area-academica/cursos/78-diplomatura-bienal-en-gerontologia-2013
[10] http://www.geriatria.salud.gob.mx/descargas/Foro/04b_MANUELLLEE.pdf
[11] http://derechoshumanos-portal.segob.gob.mx/archivos/anexos/SergioValdes_AdaptacionEntornoFisico.pdf
[12] http://jubilares.wordpress.com/2012/07/05/adaptadas-y-adaptables/
[13] http://sagg.org.ar/congreso/ejes-tematicos
[14] http://www.cuidadoresdeancianos.com/capacitacion/arquitectura/arquitectura.htm

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