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Hager & Meisinger ist einer der weltweit führenden Entwickler und Hersteller von rotierenden High-Tech-Instrumenten im Bereich der Dental- und Medizintechnik. Das Sortiment aus Bohrern, Fräsern, Finierern, Schleif- und Polierinstrumenten sowie aus Spezialinstrument-Systemen für Endodontie, Kieferorthopädie, HNO- und MKG-Chirurgie sowie orale Implantologie (Bone Management) umfasst rund 12.000 Produkte. Teile des Portfolios werden für Anwendungen im Juwelier- und Kosmetikbereich adaptiert. Am Stammsitz Neuss (Nordrhein-Westfalen) entstehen jährlich rund 45 Millionen Einzelinstrumente, die unter der Marke Meisinger in mehr als 100 Ländern über 600 Handelspartner vertrieben werden.

Produkte

Die Hauptgeschäftsfelder sind die Dentalmedizin und die Chirurgie/Implantologie.

Dental

  • Black Cobra Line
  • Diamantinstrumente
  • Hartmetallinstrumente
  • Keramische Schleifer
  • Elastische Polierer
  • Stahlinstrumente
  • Endodontie
  • Kieferorthopädie
  • Chirurgie
  • Sortimente

Bone Management

In Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern und Praktikern hat Hager & Meisinger die Produktlinie Bone Management entwickelt. Ziel war es, eine deutlich größere Anwendergruppe in die Lage zu versetzen, eine sichere Implantatversorgung ausführen zu können. Als Systemkomplettlösung ermöglicht Bone Management – unabhängig vom gewählten Implantatsystem – eine kontrollierte Optimierung des knöchernen Implantatlagers bei gleichzeitiger Minimalinvasivität des chirurgischen Eingriffs und Vereinfachung der Implantation auch bei komplizierten Indikationen. Bone Management stellt für sämtliche Aufgabenstellungen der Implantatvorbereitung die erforderlichen Instrumente samt erforderlichem Zubehör bereit.

  • Wurzelextraktion
  • Knochenspreizung
  • Knochentransfer und Osteosynthese
  • Sinuslift

Geschichte

1888–1950

Firmengründer Artur Meisinger kam in den 1880er Jahren erstmals in Kontakt mit Zahnbohrern, die er in seinem Uhrengeschäft mitverkaufte. Zu dieser Zeit steckte die Dentalmedizin noch in den Kinderschuhen, der Bedarf war groß und die Sortimente klein. Meisinger erkannte das Potential, gab sein Uhrengeschäft auf und gründete am 15. Juni 1888 die „Deutsch-Amerikanische Zahnbohrerfabrik“ (DAZF) in Düsseldorf. Das Unternehmen stellte als eines der ersten weltweit Bohrer auf der Basis halbautomatischer Antriebe maschinell her.

1912 gründete Willy Noack, ehemaliger Feinmechaniker Meisingers, zusammen mit Erwin Hager die Firma „Erwin Hager & Co.“ und trat damit zunächst in den Wettbewerb zur DAZF. Bereits zwölf Jahre später verbanden sich die beiden Unternehmen jedoch zur „Hager & Meisinger GmbH“. 1924 entstand auch das orange-weiße Markenzeichen, das auf der Unterschrift Artur Meisingers basiert und bis heute im Wesentlichen unverändert ist.

Im Zuge des 2. Weltkriegs wurden 1943 weite Teile der Produktion bei einem Bombenangriff zerstört und 1945 viele der verbliebenen Maschinen von den Alliierten sichergestellt. Gemeinsam bauten Geschäftsführung und Mitarbeiter das Unternehmen wieder auf, so dass die Produktion bereits 1946 fortgesetzt werden konnte.

1950–2000

Gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz entwickelte Hager & Meisinger 1950 die ersten Hartmetallbohrer, die drei Jahre später in Serienproduktion gingen. 1963 wurden die Produktionskapazitäten durch einen zweiten Produktionsstandort in Düsseldorf gesteigert. 1970 entwickelt Meisinger die ersten kreuzverzahnten Hartmetall FG-Bohrer (RX-Bohrer).

Mit dem Einstieg in das Geschäftsfeld „Implantologie“ im Jahr 1987 erweiterte Meisinger sein Betätigungsfeld um ein zu dieser Zeit noch wenig erforschtes Teilgebiet der Zahnheilkunde.

Seit 1998 leiten Sebastian Voss und Burkard Höchst als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen. Noch im gleichen Jahr wurden erstmals vollständige, aufeinander abgestimmte Implantatsysteme produziert, aus denen wenige Jahre später das firmeneigene Bone Management hervorgeht.

Seit 2000

2001 wurde in den USA ein Vertriebsstandort für den US-amerikanischen Markt gegründet. Nur ein Jahr später wurde auch der deutsche Firmensitz von Düsseldorf nach Neuss verlegt. So konnten Produktion und Verwaltung, in Düsseldorf in zwei verschiedenen Stadtbezirken gelegen, an einem Standpunkt zusammengeführt werden.

Ebenfalls 2002 entstand die Implantologie-Produktlinie „Meisinger Bone Management“. Die in Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern und Praktikern entwickelte Produktlinie bietet aufeinander abgestimmte Systemlösungen, die unabhängig vom verwendeten Implantatsystem eine kontrollierte Optimierung des knöchernen Implantatlagers ermöglichen.

2004 veranstaltete Meisinger erstmals Seminare zur Fortbildung für Zahnärzte und Implantologen. Neben Symposien im In- und Ausland veranstaltet Meisinger seit 2009 in Kooperation mit dem Sportwagenhersteller Porsche die „Bone Management Road Show“.

Ausbildung

Meisinger bildet in folgenden Bereich aus:

  • Zerspanungsmechaniker /-in
  • Industriemechaniker /-in
  • Mechatroniker /-in
  • Industriekaufmann /-frau

Weblinks

Einzelnachweise

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