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Karl-Heinz Kupfer (* 1935 in der Nähe der Lutherstadt Wittenberg), ist ein deutscher Sachbuchautor.

Leben

Kindheit und Jugend

Mit 10 Jahren baute Karl-Heinz Kupfer sein erstes Radio und verkaufte es. Weitere Radios folgten, teils sogar auf Bestellung. Mit 16 Jahren spielte er an Wochenenden in einer Tanzkapelle. Mit 18 Jahren konstruierte er eine Studio-Tonbandmaschine, mit der er den ersten Preis einer Handwerksausstellung gewann. Und er baute so manches DDR-Fernsehgerät auf Westempfang um.

Beruflicher Werdegang

Kupfer verließ aus politischen Gründen die DDR und war zunächst bei der Firma Fuba in der Endkontrolle für Fernsehfrequenzumsetzer tätig, bevor er 1960 zu Philips wechselte. Dort war er bis 1988 Projektgruppenleiter und Projektentwickler für Tuner und half bei der Entwicklung von Key Components.

Die Entwicklungsarbeiten des Karl-Heinz Kupfer bei der Firma Philips waren sehr erfolgreich und mit vielen Patenten gekrönt. In der Tunerwelt sorgte er für viele Neuerungen und Neuigkeiten.

1963 entwickelte er den Prototyp des ersten mit Dioden abstimmbaren Tuners der Welt, und in Zusammenarbeit mit Philips/Valvo die ersten für den Bau von Tunern passenden Abstimmdioden. 1965 fanden die Arbeiten ihren Abschluss. Der erste mit Kapazitätsdioden abstimmbare Tuner der Welt mit der Bezeichnung KD1 (Kupfer Diodentuner 1) ging in die Serienfertigung.[1]

Zuvor hatte er noch kurz bei der Entwicklung eines UHF-Konverters mitgearbeitet. Das waren jene Geräte, die den Empfang von UHF-Sendern (2. Programm etc.) bei älteren Fernsehempfängern ermöglichten.

Neben der Fortentwicklung des legendären KD1 folgte in der Reihe seiner Entwicklungsarbeiten nun ein Tuner mit der Bezeichnung V 311. Dabei handelte es sich um das VHF-Teil eines neuen Tunerkonzeptes, mit der Trennung von UHF und VHF. Auf diese Weise ließ sich schneller eine Ausführung für den Empfang der S-Band-Kanäle realisieren. Daraus folgte dann der von ihm entwickelte S-BandTuner V 315. Danach folgte eine Version, die zusätzlich auch den Empfang des Hyperbandes ermöglichte.

Im weiteren Verlauf seiner Tätigkeiten war Karl-Heinz Kupfer an der Definition und Entwicklung des ersten Mischer-Oszillator-ICs beteiligt und entwickelte nach dessen Fertigstellung einen miniaturisierten S-Hyperband-Tuner in SMD-Technik. Das war ein wesentlicher Schritt zur Miniaturisierung von Tunern insgesamt. [2]

Dennoch war Karl-Heinz Kupfer der Meinung, dass man Tuner noch kleiner und effizienter bauen könnte. Was lag da näher, als die im Hause Philips vorhandene Dickschichttechnologie zu verwenden, bei der alle Leitungszüge und Widerstände auf ein Keramiksubstrat als Paste aufgebracht und eingebrannt werden.

In dieser Technologie realisierte er den ersten Miniatur-Dickschicht-Allbandtuner, bei dem auch das neue IC Anwendung fand. Der Tuner selbst war kleiner als eine Streichholzschachtel und hatte eine ausgezeichnete elektrische Performance, die man einem Tuner mit solch kleinen Abmessungen nicht zugetraut hatte.

Weitere Tätigkeiten

Mit 30 Jahren konzipierte er ein eigenes Konzept einer elektronischen Orgel, das er in einer eigenen Konstruktion samt eigenem Gehäuseentwurf verwirklichte. Auch entwickelte er eine spezielle Zündanlage für Kraftfahrzeuge, die selbst unter Wasser noch funktionierte.

Für eine bessere Bildwiedergabe von Fernsehgeräten schuf er eine so genannte Fotoechtwertsteuerung etc. etc. Zu den anderen Hobbys, wie Filmen und Fotografieren, blieb bisher nur wenig Zeit.

Tätigkeit als Sachbuchautor

Bereits während der letzten Zeit seiner Tätigkeit bei der Firma Philips erschien sein erstes Buch mit dem Titel Unzerstörbare Energie. Weitere Bücher folgten, ebenso wie viele Artikel für Zeitschriften.

Ein Kongress auf Lanzarote war nach einem seiner Bücher benannt worden und hatte das Thema des Buches zum Inhalt. Er selbst war dort einer der vielen Referenten. Er wirkte in Rundfunkdiskussionsrunden mit und bei einigen Fernsehproduktionen. Derzeit stellt er sein Wissen im Internet mit fast täglich neuen Beiträgen kostenlos zur Verfügung.

Bücher

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vorlage:Patent
  2. Vorlage:Patent


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