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Anhängern der Orgonit-Lehre zufolge stellt die Orgon-Energie eine in der Natur vorkommende universelle Lebens- und Heilkraft dar. Ein Orgonite besteht materiell gesehen aus einer Anordnung von Metallpartikeln und Quarzkristallen, welche in Epoxidharz eingegossen sind. Verschiedene Elemente, wie Kupferspiralen oder Heilsteine, können das Gebilde ergänzen. Im energetischen Sinn sind Anordnung und Zusammensetzung der Substanz einem steten Wandel unterworfen. Aus geistiger Sicht können laut den Befürwortern der Lehre etwa Orte mit niedrigen Schwingungen bzw. negativen Informationen durch die Gabe von Orgonite in einen erheblich verbesserten energetischen Zustand versetzt werden.

Geschichtliche Entwicklung

Mitte des vorigen Jahrhunderts behauptete der österreichische Wissenschaftler Wilhelm Reich mittels Geigerzähler einen in der Natur vorkommenden universellen Energiespender entdeckt zu haben, den er Orgonite nannte und schrieb diesem nach einigen Versuchen heilende Kräfte zu. Im Laufe der Zeit wurde es jedoch still um den Orgoniten, eine wissenschaftliche Anerkennung der Entdeckung von Reich erfolgte nicht. Schließlich gelang es 1991 dem österreichischen Wissenschaftler Karl Hans Welz angeblich, einen Generator zu entwickeln, der bereits eine relativ hohe Konzentration von Orgon-Energie erzeugen konnte. Dieser Orgonite-Generator wurde schließlich durch das amerikanische Forscherpaar Don und Carol Croft entscheidend weiterentwickelt. Im Jahr 2000 setzten sie Quarzkristalle statt der bis dahin üblichen Bergkristalle ein, was laut Einschätzung der Orgonite-Community eine Zunahme feinstofflicher Energieflüsse bewirkt. Wissenschaftlich anerkannt ist die Lehre von der Heilkraft des Orgoniten nicht.

Arbeitsweise des Orgonit-Generators

Als Ausgangsstoff wird zumeist Rauchquarz verwendet, dieser wird in einem geeigneten Behälter mit Epoxid-Harz versetzt und ausgehärtet, außerdem werden Metallteilchen zugegeben. Das organische Harz ist kohlenwasserstoffbasierend und besitzt eine hohe Dichte. Nach dem Aushärtungsprozess ist es weitgehend temperatur- und druckunempfindlich, wasserunlöslich und UV-beständig. Es entsteht somit eine Mischung aus Schichten von organischem, nichtmagnetischem und nichtleitendem Material (Harz) sowie anorganischen, magnetischen und leitenden Elementen (Metallpartikel.) Dieses Vorhandensein gegensätzlicher Materie bezeichnen die Begründer der Orgonite-Lehre als sogenannten "Grundsatz der Dualität." Die durch den Orgoniten angeblich erzeugte Energie wird von den Metallteilchen in alle Richtungen abgestoßen und vom Harz absorbiert. Vertreter der Orgonite-Theorie sind der Auffassung, dass dadurch die energetisch geladenen Teilchen eine starke Beschleunigung erfahren, wodurch die Wirkung verstärkt wird.

Auswirkungen

Gemäß den Anhängern der Orgonit-Lehre vermag das Orgonite-Gemisch negative Schwingungen in positive Energie zu verwandeln, den Energiestrom hemmende Blockaden nachhaltig zu lösen sowie eine Harmonisierung positiver Energieflüsse zu bewirken. Nach den Befürwortern der Orgon-Theorie gibt es einige Beispiele dafür, dass emotionale Verhärtungen, die durch ein Trauma, Angst, Schock oder eine Gewalterfahrung ausgelöst wurden, durch Gabe von Orgonite in der richtigen Dosis gemildert, im Idealfall sogar völlig zum Verschwinden gebracht werden können. Von Verfechtern der Orgon-Theorie angeführte positive Wirkungen sind medizinisch nicht belegt.

Kritik

Kritiker warfen Wilhelm Reich vor, das spirituelle Element in der Orgonite-Theorie überzubewerten. Reichs Lehre von der Heilkraft des Orgoniten wurde von der akademischen Naturwissenschaft bisher nicht verifiziert. Albert Einstein überprüfte 1941 Reichs Angaben hinsichtlich der vermeintlich neuen Energieart, konnte diese aber nach zahlreichen Versuchen nicht bestätigen.[1]

Weiterführende Literatur

Werke von Wilhelm Reich

  • Die Entdeckung des Orgons, Band 1: Die Funktion des Orgasmus. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1969 (engl. orig. 1942), ISBN 3-462-01825-6
  • Die Entdeckung des Orgons, Band 2: Der Krebs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1974 (engl. orig. 1948), ISBN 3-462-00972-9
  • Die Bione. Zur Entstehung des vegetativen Lebens. In: Sexpol-Verlag, Oslo 1938; rev. Neuausgabe: Die Bionexperimente. Zur Entstehung des Lebens. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-86150-099-X

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Reich: Die Entdeckung des Orgons. Band 1. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1969, S. 346 (Glossar)

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