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Ostsee-Anomalie ist die Bezeichnung für eine Unterseeformation die 2011 „in rund 87 Meter Tiefe im Bottnischen Meerbusen zwischen Schweden und Finnland in internationalen Gewässern entdeckt wurde.[1] Bilder des Objekts zeigen ein „rundes Gebilde mit einem Durchmesser von etwa 60 Metern“,[1] welches einer fliegenden Untertasse ähnlich sehen soll. Der allgemein anerkannte Schatztaucher Dennis Asberg beschreibt die Formation als „eine künstliche, vom Untergrund getrennte Scheibe.“[2] Die Entstehung der Formation ist bislang nicht geklärt.

Empirische Aspekte

Da die genauen Koordinaten nicht bekannt sind, kann von wissenschaftlicher Seite zur Zeit nicht einmal von einer gesicherten Existenz der „Anomalie“ ausgegangen werden, von der lediglich Augenzeugenberichte, Fotos und Videomaterial existieren.

Militärische Präsenz

Da in dem Gebiet in dem sich die Formation befinden soll im Rahmen der North Coasts Manöver jährlich seit 2006 ein internationales Großmanöver unter Federführung der NATO mit mehreren zehntausend Militärs und Zivilangestellten stattfindet, sind Beobachtungen von Kriegsschiffen mit Stealthtechnologie in der Nähe der vermeintlichen Absturzstelle des außerirdischen Raumschiffes Jahr für Jahr möglich ohne einen empirischen Beweis darzustellen, dass internationale Militärs an dieser Stelle geheime Forschungs- und Bergungsarbeiten durchführen.

Grenzwissenschaftliche Aspekte

Für UFO-Gläubige, Präastronautiker und Grenz„wissenschaftler“ ist die Ähnlichkeit der Formation mit dem Millennium (Rasenden) Falken aus Georg Lucas' Star Wars-Trilogie der 1970er und 1980er Jahre, sowie die „ungeklärte“ Entstehung hinreichender Beweis für ein abgestürztes Raumschiff und folglich für Besuche von Außerirdischen. Als Indiz einer bereits erfolgten aber international vertuschten Gewissheit über die außerirdische Herkunft gilt in einschlägigen Kreisen, dass die Formation einige Rätsel aufgibt,[3] und nicht näher erforscht würde, obwohl sich das Gebilde nicht in unerreichbaren Tiefen und inmitten zahlreicher europäischer Staaten nicht in einer logistisch schwer zugänglichen Region befindet. Dass es sich bei der Anomalie um ein abgestürztes Ufo handelt, würde auch dadurch belegt, dass es sich „am Ende einer etwa 300 Meter langen geraden Furche befindet, die an eine Schleifspur erinnert“ liegt.

Expeditionen

Auf dem selbsternannten Internet-Fachportal Grenz|wissenschaft-aktuell wurden Taucherberichte veröffentlicht, die die „ominöse“ Struktur auf dem Ostseegrund entdeckt und/oder näher untersucht haben. Laut den Berichten gäbe es genügend Indizien die „eine künstliche Natur des Objekts belegen“. Zudem wurden Standbilder einer Videosequenz veröffentlicht, die ein ferngesteuerter Tauchroboter erstellt haben soll und „einen Teil der Nord-Ost-Seite des Objekts" zeige. Auf den Bilder wären „Wände, in einem der Korridore [zu sehen], die rechtwinklig aufeinander treffen“.[4]

Militärische Verstrickungen

Ein Taucherteam um die schwedischen Schatztaucher Dennis Asberg und Peter Lindberg wollen am 9. September 2014 „genau über“ der Formation internationales Militär mit „zahlreiche[n] Kriegsschiffe[n], darunter Stealth-Schiffe und Taucher“ beobachtet haben. Auch gebe es Belege dass die schwedische Marine schon früher Interesse an der Anomalie gezeigt habe.[4]

Berichterstattung

„Über die Entdeckung der Ostseeanomalie wurde weltweit die Populär- wie auch die Wissenschaftspresse berichtet.“[5] Brooke Bowmans Dokumentation auf CNN und NBC legt dem Zuschauer nahe, dass das Objekt nicht natürlichen Ursprungs ist und dass eine weitere kleinere Scheibe dort gefunden wurde. Beide Objekte zeigten Schleifspuren über etwa 400 Meter. Die Größe und die besondere Form ließen mehrere Theorien zu, die bei weiteren Expeditionen verifiziert werden müssten. Zu diesen Theorien zählen neben der eines abgestürzten UFOs, eine Großversion von Stonehenge bis hin zum Eingang zu einer Unterwasserwelt oder gar das sagenumwogende Atlantis entdeckt zu haben, auch die Theorie es handele sich nur um ein Teil eines versunkenen Schiffes.[6][7]

Die Daily Mail berichtete, dass alle bisherigen Taucher einem unerklärlichen Phänomen gegenüberstanden: viele Funkgeräte, Digitaluhren, Kameras und andere elektrische Geräte fielen aus, wenn sich diese zu nahe am Objekt befänden.[3]

siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Naturgeheimnis. Steckt hinter der Ostsee-Anomalie ein Ufo?, t-online.de, vom 2. Juli 2014, zuletzt abgerufen am 30. Januar 2015
  2. Dennis Asberg. Ostseeanomalie ist eine künstliche vom Untergrund getrennte Scheibe., freenet.de, vom 26. Juli 2014, zuletzt abgerufen am 30. Januar 2015
  3. 3,0 3,1 UFO' at the bottom of the Baltic Sea 'cuts off electrical equipment when divers get within 200m, Daily Mail, by Eddi Vrenn, 27. Juni 2012, abgerufen am 30. Januar 2015
  4. 4,0 4,1 Neues von der "Ostsee-Anomalie", atlantisforschung, vom 17. Oktober 2014, zuletzt abgerufen am 30. Januar 2015
  5. Air & Space. The truth is out there about UFO in Baltic Sea, Swedish scientists say., Fox News, by Gene J. Koprowski,·Published May 29, 2012, abgerufen am 30. Januar 2015
  6. Second sunken UFO Claim doesn't really hold water. A flying saucer skidding on seafloor? More exploration, better Equipment may explain mystery., NBC, by Benjamin Radford. 12. Januar 2012, abgerufen am 30. Januar 2015
  7. Baltic Sea UFO Hunters Look To Identify Mystery Object, Huffington Post, by Lee Speigel, 31. Mai 2013, abgerufen am 30. Januar 2015

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