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Am 28. und 29. Mai 2016 kam es in Folge des Tiefdruckgebiets Elvira, das feuchtwarme Luft aus Frankreich in den Südwesten Deutschlands brachte, zu schweren Unwettern mit Starkregen und Blitzeinschlägen, Überschwemmungen, Schlammlawinen, Windböen und Hagel.

Tote und Verletzte

Das Unwetter führte zum Tod von vier Menschen. In Schwäbisch Gmünd versuchte ein Feuerwehrmann, einen Menschen zu retten, wurde jedoch mit ihm in einen Kanalschacht gesogen. In Weißbach starb ein Mann in einer überschwemmten Tiefgarage. Bei Schorndorf wurde ein 13-jähriges Mädchen von einem Zug erfasst und getötet, nachdem sie sich vor dem Starkregen unter eine Bahnbrücke geflüchtet hatte.[1]

Bei einem Fußballspiel der E-Jugend im Kreis Kusel, Rheinland-Pfalz, wurden durch einen Blitzeinschlag drei Erwachsene schwer und einer leicht verletzt, 29 Kinder wurden zur Bebachtung in Krankenhäuser gebracht.[2]

Sachschäden

Besonders Süddeutschland war von dem Unwetter betroffen. Straßen wurden von Wasser aus übertretenden Flüssen und mitgeführtem Schlamm überschwemmt, Häuser und Autos zerstört, Keller überflutet. Besonders große Schäden wurden aus Braunsbach (Baden-Württemberg), Sondernohe und Obernzenn (Bayern) gemeldet.

Durch die starken Regenfälle stand das Audi-Werk in Neckarsulm teilweise unter Wasser und die Produktion musste gestoppt werden.[3]

In Rheinland-Pfalz kam es zur Entlaubung ganzer Weinberge.[4]

Verkehrsbeeinträchtigungen

Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde eingestellt, da dessen Nebenflüsse Hochwasser führten.

Am Flughafen Frankfurt fielen 20 Flüge aus, außerdem kam es zu Umleitungen und Verspätungen.[5]

Die Deutsche Bahn sperrte verschiedene Strecken wegen umgestürzter Bäume und Überschwemmungen, insbesondere in der Gegend um Heilbronn und Schwäbisch Gmünd. Durch einen Erdrutsch entgleiste ein Zug auf dem Weg nach Trier zwischen Hatzenport und Moselkern, was ebenfalls zur Sperrung der Strecke führte. Auf Grund des großkörnigen Hagels war die Bundesautobahn 7 zwischen Giengen und Oberkochen mehrere Stunden gesperrt.[3]

Einzelnachweise

  1. Bericht in der Ostseezeitung
  2. Bericht beim SWR
  3. 3,0 3,1 Bericht in der SHZ
  4. Bericht in der Zeit.
  5. Bericht auf n-tv

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