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Waldemar Seunig (* 1887 in Treffen Unterkrain;† 25. Dezember 1976 in München) war ein österreichischer Offizier, Sportreiter und Autor.

Ausbildung

Seunig war der Sohn eines k.u.k.-Offiziers und wuchs auf dem Familiensitz Schloß Stroblhof bei Laibach (heute Ljubljana, Slowenien) auf. Dort durchlief er die Elementarschule und das humanistische Gymnasium. Mit zwölf Jahren erhielt er vom Vater ersten Reitunterricht. Nach der Matura wechselte er zur Theresianischen Militärakademie in der Wiener Neustadt, wo er im Reiten ausgebildet wurde und als Leutnant im 1. Landwehr-Ulanenregiment abging. Von 1913 bis 1914 wurde er zum das Militär-Reitlehrerinstitut nach Wien abkommandiert.

Reiterkarriere

Von 1914 bis 1918 war Seunigs Regiment im Ersten Weltkrieg im Einsatz. Seunigs letzter dortiger Dienstrang war Rittmeister. 1921 und 1922 war Seunig Gast an der französischen Kavallerieschule Saumur und übernahm im Anschluss daran von 1922 bis 1932 das Amt des Hofstallmeisters am Königshof in Belgrad. Er besuchte Deutschland jedes Jahr und nahm an zahlreichen der größten internationalen Turniere teil. 1924 war Seunig Teilnehmer an den olympischen Spielen. 1926 und 1927 war er Schüler der Spanischen Hofreitschule in Wien und absolvierte im Laufe der Jahre Studienaufenthalte in England, Schweden, Italien und Finnland. Auf eigenen Wunsch verließ er 1932 den jugoslawischen Königshof und betrieb von 1933 bis 1941 einen Reitstall in Laibach (Ljubljana). Daneben veröffentlichte er zahlreiche Artikel in den größten deutschen Fachzeitschriften. 1931 heiratete er seine Frau Marion, und hatte mir zwei Söhne, denen er später sein Hauptwerk „Von der Koppel bis zur Kapriole“ widmete. Dieses sollte für eine ganze Reitergeneration richtungsweisend sein und sein Titel zu einem geflügelten Wort werden.

Im Zweiten Weltkrieg diente Seunig als Offizier, der Familienbesitz Stroblhof wurde allerdings zerstört. Nach dem Krieg emigrierte die Familie daher über Österreich nach Bayern, wo er sich in Ansbach niederließ. Seunig veröffentlichte mehre Fachbücher im Bereich Reiten.

1961 zog die Familie nach München um und Seunig bildete dort sein letztes eigenes Pferd, die Lipizzanerstute Melodie, bis zur Hohen Schule aus. Seine Lehrtätigkeit führte ihn oft ins Ausland, er unterrichtete beispielsweise. in Hawaii und Kanada, der Schweiz, den USA und anderen Ländern; daneben entstanden weitere Bücher, von denen „Reitergedanken“ und „Meister der Reitkunst und ihre Wege“ stellvertretend genannt seien. Er unterrichtete unentgeltlich bis zu seinem Tode am Weihnachtstag 1976.

Publikationen

  • Reitlehre von heute. Eine Schule in Briefen, Verlag Erich Hoffmann, 1956
  • Nur zu meinem Vergnügen. Ein Pferdebuch von allen Seiten, Verlag: Erich Hoffmann, 1964
  • Von der Koppel bis zur Kapriole. Die Ausbildung des Reitpferdes. Mit einem Nachwort von Bertold Schirg. 2. Nachdruck der Ausgabe Berlin 1943, Hildesheim usw. 2001 (Documenta Hippologica), ISBN 3-487-08348-5
  • Reitergedanken
  • Meister der Reitkunst und ihre Wege, ISBN 978-3489625322
  • Marginalien zu Pferd und Reiter, ernst und heiter, ISBN 978-3930953707
  • Am Pulsschlag der Reitkunst, ISBN 3774004358

Weblinks

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Einzelnachweise

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